Lauf-Verhinderung

Seit April darf ich nicht laufen. Gut, ich hab’s vor zwei, drei Wochen einmal probiert,  aber es geht einfach (noch) nicht. Laufen war über zehn Jahre lang mein einziger Sport (davor war ich Couch-Potatoe). Nicht laufen ist nicht gut.

Temporär kann man einem Laufverbot auch positive Seiten abgewinnen. Die Zeit und Energie kann in das Training anderer Sportarten investiert werden. Nachdem ich erst vor weniger als zwei Jahren begonnen habe, kraulen zu lernen, und auch das Rennrad erst vor etwas mehr als einem Jahr erstmals ausprobiert habe, gibt es da breite Betätigungsfelder. In fast drei lauffreien Monaten sind Verbesserungen bei beiden Sportarten feststellbar. Und es ist immer noch genug Luft nach oben.

Aber auf Dauer nicht laufen zu können, das schlägt sich immer öfter aufs Gemüt.

Wie es dazu kam…

Der Plan für dieses Jahr entstand letzten Herbst:

  • Mein 10. Vienna City Marathon im April – und zum Jubiläum wenn möglich eine persönliche Bestzeit;
  • Danach mit Triathlon-Training richtig durchstarten, ein paar Testwettkämpfe;
  • Und ein zweiter Saisonhöhepunkt dann Anfang September.

Beim Jubiläumsmarathon habe ich erstmals richtig kämpfen müssen bis ins Ziel, und ich habe mir dabei eine Verletzung geholt. Die Plantarfasziitis hat sich als hartnäckig herausgestellt – siehe oben. Der zweite geplante Saisonhöhepunkt wackelt ganz gewaltig.

Was tun…? 

  • Physiotherapie, no na net – zeitintensiv, langsame Fortschritte, mühsam,  schmerzhaft;
  • Realistischerweise das verbleibende Ziel anpassen – aber das mag ich noch nicht aufschreiben;
  • Mental loslassen bzw. locker lassen – die sportlichen Ziele, die andauernde gedankliche Beschäftigung mit dem verletzten Fuß;

… und genau das Lockerlassen fällt (mir) so schwer!

PS: Ich schreibe jetzt nicht im Detail darüber, was ich sonst so (aus)probiere, nur ein paar Stichwörter: nach entzündungshemmenden Lebensmitteln googeln und eigenartige Rezepte ausprobieren; Fußgymnastik mit Anleihen in Yoga und Spiraldynamik; Fußgymnastik unterm Schreibtisch im Büro oder beim Sonnenbaden im Urlaub.

Roter Smoothie: Gazpacho Andaluz

Gazpacho Andaluz gibt es natürlich schon viel länger als die modernen Smoothies. Es ist eine ganz traditionelle kalte Gemüsesuppe aus dem Süden Spaniens – ein wunderbares Gericht für heiße Sommertage.

Zutaten:

  • Gurke
  • Roter Paprika
  • Tomaten
  • Wenig Knoblauch
  • Salz, Tabasco, Zitrone und/oder Essig, wenig Öl
  • Kaltes Wasser, evtl. auch ein paar Eiswürfel

Damit es cremig wird

  • entweder ein wenig Avocado (2 TL pro 500 ml)
  • oder ein bisschen Toastbrot dazugeben.

Alles im Standmixer (oder eben im Smoothie-Maker) pürieren.

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Wenn Gazpacho Andaluz als Suppe serviert wird, kann fein gewürfelte Gurke und Paprika
sowie gehacktes hartes Ei als Einlage darüber gestreut werden. Perfekt dazu passt knuspriges frisches Brot.

😋 Buen provecho!

 

Von Freiwasser und roten Enten

Das Vienna Open Water ist ein Freiwasserschwimmbewerb mitten in der Großstadt, klein und sehr fein! Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung nächstes Jahr …

An einem Mittwoch Abend nach der Arbeit noch zu einem Wettbewerb zu fahren – das klingt anstrengend. Nicht so mit dem Vienna Open Water. Der Bewerb findet auf der Neuen Donau beim Vienna City Beach Club statt – also eigentlich gut erreichbar direkt an der Autobahn (Abfahrt Kaisermühlen) und doch im Grünen. Heuer kann die Anreise wegen der Baustellensituation in der Umgebung mühsam sein – man kann aber auch zum wiederholten Male Glück haben. Ähnlich verhält es sich mit dem Parkplatz dort: Der wird derzeit zur Hälfte von Baufirmen für Fahrzeuge, Material und Container genutzt (oder besser gesagt blockiert). Das ist frustrierend, wenn man nicht gerade einen Kleinwagen hat, den man mit Zentimeterarbeit auch noch in eine fast nicht existierende Parklücke stellen kann 😉

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Beim Vienna Open Water gibt es drei Bewerbe: 3,8 km oder 1,9 km oder 1,0 km, wobei die letzteren gemeinsam starten, der erste eineinhalb Stunden früher. Das Ambiente ist familiär, die Organisation perfekt, ebenso die räumlichen Verhältnisse beim Vienna City Beach Club.

IMG_2015Und ein gewisse Portion Wetterglück scheint die Veranstalterin auch gepachtet zu haben: während rund um Wien die Gewitter und im Rest von Österreich Unwetter durchs Land zogen, schien die Donauinsel wettertechnisch an diesem Tag ein gallisches Dorf zu sein. Kein Regen und gegen Ende sogar noch ein paar Strahlen der untergehenden Abendsonne. Am Tag nach dem Event war die Neue Donau dann fürs Baden gesperrt, weil die Hochwasser aus dem Westen Österreichs ankamen.

Die Veranstaltung in ein paar Punkten zusammengefasst:

  • Professionelle Moderation und Fachkommentare von Mirna Jukic
  • Gut durchdachter zeitlicher Ablauf, stressfrei
  • Gut bestücktes Startersackerl im praktischen Sportbeutel gefüllt mit Badehaube (=Startnummer), Riegel, zwei Getränken und Probepackungen von Duschgels (dankenswerterweise auch ganz wenig Papier, sprich Werbefolder)
  • Gemütliche Atmosphäre (zumindest für mich, weil so viele bekannten Gesichter da waren)
  • Zielverpflegung mit vielen gesunden Weckern – einfach und gut
  • Siegerehrung mit Tombola und einer witziger Moderation

IMG_2037Das Highlight: Die und der letzte jedes Bewerbs bekommt auch einen Preis, und zwar eine Medaille in Form einer roten Ente und einen Gutschein für ein Freiwassertraining mit Anne.

Darüber und darauf freue ich mich ganz besonders 😉

By George, she’s got it … jetzt hat sie’s!

Ich bin zwar nicht Eliza und habe auch keinen Professor Higgins, aber das „… jetzt hat sie’s“ könnte das Motto der letzten Tage sein. Eine intensivere Schwimmwoche liegt hinter mir, und ich glaube (oder hoffe), mir geht gerade ein schwimmtechnischer Knopf auf.

Angefangen hat es mit dem Schwimmen bei meinem ersten olympischen Triathlon, (den ich verletzungsbedingt wie schon beschrieben nicht beenden konnte). Das gute Gefühl von der zweiten Schwimmrunde habe ich beim Freiwassertraining am Dienstag darauf mitnehmen und auffrischen können. Es hat richtig Spaß gemacht, am Ende der Einheit die Neue Donau einmal von einem Ufer bis zum anderen zu durchschwimmen. Die leichten Wellen, der Wind und der Schwan (in großem Respektabstand) waren dabei überhaupt kein Problem. Und das Allerwichtigste: ich habe endlich keinen Stress mehr mit dem Atmen! Ich kann es zwar nur auf eine Seite, aber es funktioniert mit Zweier- und mit Viererzug. Irgendwann werde ich die ungeraden Zahlen auch noch lernen 😉 .

Am Mittwoch in der  Südstadt war das gute Gefühl auch im Becken immer noch da. Ich werde allmählich ein bisschen schneller. Technik und Atmung passen so weit, dass ich mich auf Kraft und Frequenz der Armzüge konzentrieren kann.

Am Freitag stand dann ein Freiwasserschwimmen an der Playa de Zurriola in San Sebastián auf dem Plan. Der Atlantik war ruhig (was den Surfern, die dort geduldig auf Wellen warteten, weniger Freude bereitete), das gute Schwimmgefühl war bald wieder da, das Orientieren funktionierte so halbwegs. Nur mit dem Abschätzen der Entfernungen klappte es nicht ganz, daher schaut die Route auf der Karte wie ein geschwommenes Wollknäuel aus. Laut GPS waren es 1,4 km in 44 Minuten.

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Der Höhepunkt kam am Samstag mit einem Insel-Crossing. Von der Playa de La Concha schwamm ich in Begleitung von zwei Surfboardpaddlerinnen bis zur Insel Santa Klara, immerhin eine Strecke von ca. 1 km. Am Hinweg war das Wasser ruhig, und es fühlte sich gut an, Begleitung zu haben. Am Rückweg kam schon nach wenigen Minuten Wind auf, und es entstanden ganz schöne Wellen. Meine zwei paddelnden Surferinnen ließen sich vom Rückenwind treiben, während ich mich mit den Wellen dann doch ein bisschen ins Zeug legen musste. Da waren Annes Tipps vom Dienstag (bei Wellen die Arme hoch aus dem Wasser) Gold wert und wurden gleich in die Praxis umgesetzt. Nach insgesamt 59 Minuten kamen wir wohlbehalten und glücklich wieder an.

Erfahrungen:

  • Zum Orientieren einen möglichst hohen Punkt wählen: ein Kirchturm ist perfekt, ein Kiosk oder kleineres Gebäude funktioniert nicht
  • Sich über den Referenzpunkt mit den Begleitern vorab explizit einigen
  • Bei Wellen die Arme hoch aus dem Wasser bringen
  • Sich über jeden auch noch so kleinen Fortschritt freuen 🙂

Das erste DNF

Der Vienna City Triathlon 2016 sollte meine erste Olympische Distanz werden. Wurde es auch, aber verletzungsbedingt war von vornherein klar, dass Laufen noch immer nicht möglich ist. Der Plan war also, ein gutes Training unter Wettkampfbedingungen zu machen, durchaus mit ein paar Herausforderungen.

Schwimmen im eigentlichen Sinn – nämlich Kraulen und das über längere Distanzen – habe ich erst in den letzten 1½ Jahren gelernt. Bei den ersten drei Sprint-Triathlons im letzten Jahr habe ich die 500 bzw. 750 Meter überwiegend brustschwimmend bewältigt. Nun also zum ersten Mal gleich 1,5 Kilometer. Beim Start wollte ich einmal erfahren, wie das nun wirklich ist, wenn man mitten drinnen startet. Aber entweder waren die Damen hier besonders gesittet oder es waren zu wenige – kurz: von Stress keine Spur, als sie alle an mir vorbeigezogen sind. Auf der ersten Runde habe ich relativ lange gebraucht, einen Rhythmus zu finden. Zwei oder drei Mal habe ich kurze Brustsequenzen eingelegt. Irgendwann war aber dann ein richtig schöner Rhythmus da und ich bin einfach kraul geschwommen. Von der Technik her ist das jetzt schon ganz passabel. Nach den jüngsten Trainingseinheiten mit Alex ist auch klar, wie es schneller werden kann – das ist jetzt die Übungsaufgabe für den Sommer! In knapp 44 Minuten ging ich als Vorletzte aus dem Wasser, gemeinsam mit einer anderen Schwimmerin, die schon am Start in meiner Nähe war und dann auf der zweiten Runde plötzlich wieder neben mir auftauchte. Ich finde es schön, wenn man am Ende des Feldes nicht ganz alleine aus dem Wasser steigen muss und mit der „Leidensgenossin“ ein paar kameradschaftliche Sätze auf dem Weg in die Wechselzone sprechen kann. Auf vorletzte Plätze beim Schwimmen habe ich nach wie vor ein Abo 😉

In der Wechselzone ging alles fast problemlos. Beim Ausziehen des Neoprenanzugs habe ich mich wieder unelegant ins Gras gesetzt. Das Anziehen der Radhandschuhe mit klammen Fingern war ein bisschen mühsam, und ich musste kurz vor dem Aufsteigen auf das Rad noch schnell einen Finger befreien, der sich in der falschen Öffnung beim Kollegen daneben befand. Vier Runden waren am Rad zu absolvieren. Die Strecke war mir bekannt, so dass ich versuchte, rasch in einen flotten Tritt zu kommen. Auf Runde drei war dann ewig lange ein Crew-Motorrad neben mir. Als ich auf Nachfrage sagte, dass ich in der dritten Runde sei, kommentierte der Motorradfahrer auf gut Wienerisch: „Bist oba sche longsom!“ Ich muss zugeben, das hat mich kurz aus der Fassung und aus meinem zufriedenen Tritt gebracht. Auf der vierten Runde habe ich noch ein bisschen zugelegt, denn Kraft für einen Lauf musste ich heute ja nicht sparen. Beim Radfahren ist wieder dieses Gefühl gekommen, das ich bei meinen ersten drei Sprintbewerben schon immer hatte: so eine richtige Euphorie, die mich eine Zeitlang mit einem breiten Grinser dahinrollen lässt. Da weiß ich auch immer ganz genau was das Wort Amateur wirklich bedeutet: Das ist wenn man etwas nicht wirklich kann, aber mit Begeisterung und eine tiefen inneren Freude macht.

Zurück in der Wechselzone klappte wieder (fast) alles reibungslos und ich machte mich auf den Weg zur Laufstrecke. Bei der Labestation kam ich dann drauf, dass ich die Radhandschuhe noch immer anhatte – die sollte ich das nächste Mal auch noch in der Wechselzone lassen. Eigentlich wollte ich hier mit einer Erfrischung und einer Banane abstellen. Aber da es gerade so schön war, spazierte ich noch ein Stück weiter, feuerte Kollegen an, spazierte noch ein Stück weiter und beschloss dann, gleich bis zur Wende zu gehen und die Runde zurück zu spazieren. Am Rückweg gab es noch eine Plauderstündchen mit einem Kollegen, der am Heimweg von seiner Radausfahrt war. Mein lädierter Fuß hat den ungeplanten Spaziergang unter Wettkampfbedingungen brav mitgemacht – mit der Aussicht auf eine Physiobehandlung am Abend.

Fazit: Das war ein ¾-Triathlon der etwas anderen Art. Drei von vier Disziplinen konnte ich dabei gut üben: zum ersten Mal die 1,5 km durchgeschwommen, zum ersten Mal 42 km unter Wettkampfbedingungen geradelt, Wechselzone gut gemeistert – und die Laufstrecke habe ich einmal (statt viermal) spazierengehend auch aus der Nähe betrachtet. So ist mein erstes DNF zwar ein „did not finish“ in der Ergebnisliste, für mich aber doch eine runde Sache.

Der Vienna City Triathlon findet auf der Donauinsel direkt an der U1-Station statt, also mitten in Wien. Die Anreise mit der U-Bahn ist problemlos möglich, sowohl für Athleten als auch für Zuschauer. Der Sprint-Bewerb ist für Anfänger gut geeignet, um einmal Triathlonluft zu schnuppern, aber auch Spitzentriathleten finden sich immer wieder im Teilnehmerfeld. Für Zuschauer ist der Bewerb attraktiv, weil es auf dem überschaubaren Gelände sehr leicht möglich ist, alle drei Bewerbe und die Wechselzone zu beobachten. Man kann beim Schwimmen von einem Steg aus die Sportler aus nächster Nähe sehen. Bei der Radwende unter der U-Bahn können spektakuläre Kurvenfahrten bewundert werden. Und schlussendlich wird beim Zieleinlauf eifrig angefeuert.

Grüne Smoothies – die Saison beginnt jetzt

Dass die grünen Getränke gesund sein sollen, darin sind sich die meisten einig. Und sie schmecken gut! … meistens zumindest.

Natürlich kann man es kompliziert machen, das mit den grünen Smoothies. Diesen Eindruck kann man beim Lesen diverser Anleitungen bekommen. Da wird angefangen von den Zutaten bis hin zu den technischen Kennzahlen der einzig geeigneten Mixer (mit zugehörigen Watt- und PS-Zahlen) alles diskutiert.

Es geht aber auch einfach: ein Grundrezept, Experimentierfreude und Spaß an der Sache. Mit ein bisschen Köpfchen kann man auch Teile vom Gemüse verwenden, die sonst schnell im Müll landen – wäre aber schade darum. Also der Reihe nach:

Das Grundrezept:

  • 60% grüne Blätter oder Grünzeug im Allgemeinen
  • 40% Obst (wer es süß mag: immer ein bisschen Banane dazu mixen)
  • Wasser, ein Spritzer Zitrone

Und von da an sind der Phantasie (fast) keine Grenzen mehr gesetzt – außer die geschmacklichen natürlich. Und es gilt wie meistens: je frischer, umso besser; gute am besten Bio-Qualität, regional, saisonal. Ein paar Anregungen für Zutaten:

Grüne Blätter bzw. Grünzeug: Spinat und diverse grüne Salate, Blätter von Radieschen oder Kohlrabi, Grünzeug von Karotten, … und alles, was Wald und Wiese so hergeben: Löwenzahn, Sauerampfer, Schafgarbe, Brennnesselblätter, etc.

Nicht zum Verzehr geeignet sind Blätter von Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Paprika, usw. – im Zweifelsfall bitte nachlesen.

Obst: Es eignet sich alles, was schmeckt und was die Jahreszeit gerade hergibt. Süße und saure Früchte zu mischen, ergibt meistens die besten Ergebnisse.

Licht und Schatten

Ich war gemeinsam mit meiner Nichte zum ersten LightRun in Wien am 23.4.2016 angemeldet. Verletzungsbedingt konnte ich nicht selber laufen, sondern musste mich auf die Rolle der begleitenden Zuschauerin beschränken. Es war der erste Lauf in meinem über zehnjährigen Läuferinnenleben, bei dem ich nur zuschauen durfte.

Der Lauf war im Vorfeld über Facebook gut kommuniziert worden. Hinsichtlich der Show- und Lichteffekte waren hohe Erwartungen geweckt worden. Sowohl aus der Perspektive der Zuschauerin als auch für die aktive Läuferin war es eine nette Veranstaltung, die durchaus Verbesserungspotential hat:

  • Das Eventgelände (Start, Ziel, Zelte) bot ausreichend Platz, es gab angenehm wenig Gedränge.
  • Die Startnummernabholung (in unserem Fall um ca. 18:15) war gut organisiert. Dass sich die Teilnehmenden die Goodie-Bags selber fertig füllten, indem sie an vier Tischen vorbeiwanderten, funktionierte gut und erleichterte vermutlich die Logistik für die Veranstalter.
  • Die Goodie-Bags waren mit einer interessanten Produktkombination gut gefüllt: Mundwasser, Sugo, Getränk, Soja-Yoghurt, ein paar Probepackungen von Nahrungsergänzungsmitteln und Süßigkeiten, Gutscheine und Informationsmaterial.
  • Charity war wie bei ähnlichen Läufen weltweit Teil des Veranstaltungskonzepts. Ein Euro pro Teilnehmer ging an die Make-a-Wish-Foundation, die Herzenswünsche schwerkranker Kinder und Jugendlicher erfüllt. Außerdem wurden vor Ort Goodies verkauft, deren Erlös der Organisation zugute kommt.
  • Im Schminkzelt gab es Körperfarben in Hülle und Fülle. Haarspray ist bald knapp geworden. Nagellack ging von Tisch zu Tisch. Die großen Schminkpinsel hätte man sich sparen können, denn für Laien geht das Auftragen der Körperfarben am besten mit den kleinen Schminkschwämmchen, die waren aber leider knapp bemessen. Obwohl es ab 19:00 im Schminkzelt sehr voll wurde, herrschte eine angenehm lockere und lustige Atmosphäre, in der sich die Menschen gegenseitig die Schminkutensilien weitergaben. Und es gab viel zu schauen bei so viel Kreativität der Teilnehmenden.
  • Die Startblocks wurden zwar mehrmals durchgesagt und erklärt. Aber auch bei dieser Veranstaltung lag es wohl an der Mehrheit der Läuferinnen und Läufer, dass sie entweder das Konzept von Startblöcken gar nicht kennen oder es bewusst ignorieren.
  • Die Strecke durch den Donaupark – das ist so eine Sache für sich, wenn man 2.700 Menschen auf zwei Runden da durchschickt. Die Strecke war auf längeren Abschnitten unbeleuchtet, die Wege im Park sind teilweise sehr eng, was den Überholenden einiges abverlangt. Es gibt viele Unebenheiten, irgendwo stand ein nicht markierter Pfosten mitten im Weg, und die Brücke hat viele Läuferinnen und Läufer überrascht, weil sie stark gewackelt hat.
  • UV-Beleuchtung gab es auf einem Abschnitt der Laufstrecke. Die Zuschauer beim Start-Ziel-Bereich hatten leider wenig bis nichts von den kunstvollen Gesichts- und Körperbemalungen der Läuferinnen und Läufer, weil es hier offenbar keinen UV-beleuchteten Abschnitt gab. Statt eines nervös rotierenden Scheinwerfers im hinteren Startbereich, hätte man hier mit UV-Leuchten noch einen schönen Effekt für Teilnehmende und Zuschauende schaffen können.

Fazit: Eine nette Veranstaltung mit Verbesserungspotential bei der Streckenwahl und bei der Sicherheit für die Läuferinnen und Läufer sowie bei der Nutzung von Leuchteffekten mit UV-Licht auch für die Zuschauenden.

Und das geht gar nicht: Wahlkampf bei einer Sportveranstaltung! Am Vorabend einer Wahl möchte keinen der Kandidaten auf der Bühne hören und dehen, dass er das Startsignal gibt.

Einen Blog wollte ich schreiben…

… und von Sport und dem ganzen Drumherum sollte er handeln.

Nun wäre ich soweit – und habe Laufverbot. Zu Schreiben beginne ich trotzdem.

In den letzten drei Wochen vor und bei meinem 10. Vienna City Marathon habe ich mir eine Plantarfasziitis zugezogen. Schöner Name – aber die Sehnenplatte des Fußes ist schwer beleidigt und teilt das bei jedem Schritt schmerzhaft mit. Und was ein Fuß mit Plantarfasziitis auch nicht mag, ist ein Stau auf der Autobahn: bei jeder Betätigung der Kupplung (und derer gibt es sehr viele, wenn man in Wien auf der Tangente staut) verspannt sich das Fußgewölbe spürbar mehr.

Die Behandlung ist zuweilen auch schmerzhaft, egal ob vom Physiotherapeuten oder selber mit einer Mini-Faszienrolle durchgeführt. Zweimal am Tag wird nun gerollt und gedehnt:

  • Mit der Mini-Faszienrolle im Stehen über die ganze Plantarfaszie so intensiv wie möglich rollen. An besonders schmerzhaften Stellen verweilen. Im täglichen Wechsel einmal von vorne nach hinten, am nächsten Tag von hinten nach vorne.
  • Streichende Massage von der Ferse bis ganz nach vorne über das ganze Fußgewölbe.
  • Quermassage mit dem Daumen und mit ordentlichem Druck beim fersenseitigen Ansatz.
  • Wade dehnen mit Ausfallschritt nach vorne: hinteres Bein a) gestreckt ergibt eine Dehnung im oberen Wadenbereich; und b) mit gebeugtem Knie ergibt eine Dehnung weiter unten bis zur Achillesferse.
  • Fußgewölbe dehnen: mit Schuhen Zehen gegen die Wand aufstellen, Knie nach vorne bringen, Dehnung spüren

Wichtig: Qualität geht vor Quantität. Zwischen den Behandlungen müssen Pausen zum Verarbeiten der gesetzten Reize sein: also maximal in der Früh und am Abend behandeln, dazwischen evtl. immer wieder ein bisschen dehnen.